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Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Die Kollegin: Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
Dawn Schiff ist nicht die beliebteste Person im Büro. Die schüchterne Buchhalterin spricht kaum mit ihren Kollegen, hat keine Freunde und steht jeden Morgen um 8:45 Uhr akkurat an ihrem Schreibtisch, als würde ihr Leben allein aus Zahlen und Pünktlichkeit bestehen. Natalie Farrell, die erfolgreiche, charmante Verkaufsassistentin, hält sie höchstens für ein bisschen seltsam. Bis zu dem Tag, an dem Dawns Platz plötzlich leer bleibt.
Dawn ist verschwunden, und nichts darauf deutet hin, dass sie je wieder auftauchen wird. Kurz danach erhält Natalie einen anonymen Anruf, und von einem Moment auf den anderen ist sie mitten in einem tödlichen Spiel gefangen, das weit über eine simple Verfehlung im Büroalltag hinausgeht. Jemand wusste Dinge über Natalie, die niemand wissen dürfte. Jemand war ihr immer einen Schritt voraus.
Je tiefer Natalie gräbt, desto klarer wird: Irgendjemand hat Dawn so sehr gehasst, dass sie sterben musste. Aber wer? Und warum fühlt sich jede Spur so an, als hätte sie selbst das Ziel längst sein sollen? Ein Psychothriller voller Wendungen, in dem bis zur letzten Minute niemand sicher ist und vor allem eines unklar bleibt: Wer hier eigentlich Opfer ist und wer Täter.

Ich muss ehrlich sein: Der Anfang dieses Hörbuchs hat mich komplett gepackt. Dawn Schiff ist sofort diese Figur, die man kennt, die unsichtbare Kollegin, die pünktlich um 8:45 Uhr an ihrem Schreibtisch sitzt, und genau deshalb hat es mich kalt erwischt, als sie einfach verschwindet. Die ersten Stunden habe ich regelrecht verschlungen, die Spannung baut sich langsam auf und dann immer schneller. Rebecca Veil und Monika Oschek machen dabei richtig viel her: Beide Sprecherinnen geben den Figuren eine eigene Stimme, und gerade die Wechsel der Perspektiven kommen beim Zuhören hervorragend rüber. Neun Stunden und zweiundzwanzig Minuten sind vergangen wie nichts. Die Wendungen kamen für mich überraschend genug, dass ich mehrfach laut "Was?!" gesagt habe. Und trotzdem, ja, ich bin zwiegespalten, denn irgendwann kippt etwas an dieser Geschichte.
Der Bruch kommt ungefähr zur Halbzeit. Was vorher dicht und bedrohlich war, wird zunehmend konstruiert. Ich hatte das Gefühl, die Autorin weiß zwar ganz genau, wohin sie will, aber die Reise dahinter wird immer holpriger. Besonders einige Passagen ziehen sich merklich in die Länge, und ich gestehe: Bei den Abschnitten rund um die Schilderungen, die sich endlos hinziehen (ja, da gibt es sogar Schildkröten), habe ich mehrfach die Wiedergabegeschwindigkeit erhöht, nur um endlich weiterzukommen.
Und dann das Ende. Nach all den starken Momenten kam für mich ein Schluss, der sich angefühlt hat wie ein billiger Effekt in einem Horrorfilm, wenn nach dem besiegten Monster nochmal schnell ein letzter Schrecken hinterhergeschoben wird. Diese letzten Minuten wirken, als hätte jemand gedacht, ein extra Twist sei besser als ein stimmiger Abschluss. Für mich war das nicht clever, sondern eher enttäuschend, weil es die ganze Logik der Geschichte untergräbt.
Trotzdem möchte ich fair bleiben: Ich habe das Hörbuch durchgehend gehört und wollte immer wissen, wie es ausgeht. Freida McFadden kann schreiben, keine Frage. Ihre Stärke liegt eindeutig darin, Figuren lebendig zu gestalten und Situationen zu bauen, aus denen es kein Entrinnen gibt. Wenn Sie also ein Hörbuch suchen, das Sie in den Bann zieht und bei dem Sie bereit sind, über logische Schwächen hinwegzusehen, werden Sie gut bedient.
Meine Empfehlung: Hören Sie es, aber gehen Sie ohne zu hohe Erwartungen ans Ende ran. Wer McFaddens frühere Bücher kennt, weiß, was sie kann, und wird hier trotzdem unterhalten. Wer aber einen perfekten Thriller erwartet, könnte am Ende enttäuscht sein. Für mich persönlich: vier Sterne für den Anfang, drei für den Rest. Insgesamt solide Unterhaltung mit Luft nach oben. Und wenn du wissen willst, wo alles begann: Der Lehrer ist der perfekte Einstieg in diese Schule voller Lügen.
Dawn Schiff ist die Frau im Büro, an der jeder vorbeisieht. Um 8:45 Uhr steht sie akkurat an ihrem Schreibtisch, jeden Tag, ohne Ausnahme. Niemand fragt sich, wer sie eigentlich ist. Bis zu jenem Morgen, an dem ihr Platz plötzlich leer bleibt.
Natalie Farrell hat mit Dawn nie viel zu tun gehabt. Sie ist beliebt, erfolgreich, ganz anders als ihre schüchterne Kollegin. Doch kurz nach Dawns Verschwinden klingelt Natalies Telefon, und eine unbekannte Stimme verändert alles. Von diesem Moment an ist sie Teil eines Spiels, dessen Regeln sie nicht kennt.
Irgendjemand hat Dawn so sehr gehasst, dass sie sterben musste. Oder lag das Ziel die ganze Zeit woanders? Tauchen Sie ein in diesen Psychothriller, in dem nichts ist, wie es scheint, und in dem die Frage nach dem wahren Opfer erst ganz am Ende beantwortet wird.wer schon hier war, dem sei auch ans Herz gelegt.





2 Comments
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